Brocken

Auf unserer Erinnerungsreise „Die Grenze im Harz" und dem Besuch des „Grenzmuseums Sorge im Ostharz" haben wir die Bimmelbahn bestiegen und fahren mit ihr gemächlich hinauf auf Norddeutschlands höchste Erhebung, dem 1142 Meter hohen Brocken, dem Hausberg aller Harzer und über diesen Kreis hinaus. Der Brocken lag im absoluten Sperrgebiet der DDR zum anderen Teil Deutschlands. Der Gipfel war neben anderen Sicherungseinrichtungen mit einer Betonmauer umgeben, hinter ihr „wirkten“ eine Spezialkompanie Sowjetsoldaten, eine Kompanie NVA-Grenzsoldaten, eine Abteilung des MfS - der Staatssicherheit - und Männer der DDR-Wetterstation. Diese Wetterstation besteht heute noch. Diese Organe „überwachten“ die  gesamten Funk- und Telefongespräche nach Berlin/West, zudem den weiträumigen Luftraum über Deutschlands Westgrenzen hinaus.

Sehen wir uns jetzt die Fotos der Bildreihe an: Wir kommen auf dem Weg zum „Vater Brocken“ zum Höhenluftkurort  Schierke, früher liebevoll „Davos des Nordens“ genannt. In der Harzer Schmalspurbahn sitzend, wahlweise in Wernigerode oder Nordhausen beginnend, fahren wir auf interessanter Spur hinauf auf den Gipfel. Und immer wieder sehen wir in den Kehren den Fernsehturm hoch oben. Wir steigen am Brockenbahnhof aus. Jetzt sind wir oben, wo einst schon Goethe stand und sinnend den „Faust“ kreierte. Die meiste Zeit sind hier oben rauhe Winde. Im Winter können arktische Temperaturen herrschen; trotzdem findet man auch im Winter Besucher auf dem Brocken. Im Brockenmuseum befinden sich Exponate der einstigen "Besatzer". Sind die Wolken aber verschwunden, reicht der Blick bis hin zum Thüringer Wald, der Kyffhäuser ist nah, mit dem Fernglas ist das Denkmal Wilhelmshöhe zu sehen , das Weserbergland.  Wie  ist die Luft so klar und rein und die Freiheit grenzenlos. Die Luftbildaufnahme vom Brocken kann dies vielleicht etwas verdeutlichen.

[Bericht: Rudolf Zietz  (12.Juli und 1. August 2008)]

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