Asbach

Asbach-Sickenberg mit 124 Einwohnern (Stand: 31.12.2004) und einer Flächengröße von 9,78 qkm ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Uder im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Asbach und Sickenberg sind zwei der wenigen Dörfer im Landkreis Eichsfeld, die nicht zum historischen Eichsfeld gehören. Die Gemeinde wurde 1950 durch den Zusammenschluss der zuvor selbständigen politischen Gemeinden Asbach und Sickenberg gebildet.

Asbach wurde erstmals 1284 und Sickenberg erstmals 1298 urkundlich erwähnt. Seit dem 16. Jahrhundert bilden beide Dörfer eine Kirchengemeinde. Die zuvor hessischen Dörfer Asbach und Sickenberg gehörten zum Kreis Witzenhausen. Im Zuge von Grenzkorrekturen durch das Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 kamen diese beiden Orte und die drei hessischen Ortschaften Vatterode, Weidenbach und Hennigerode zur sowjetischen Besatzungszone und somit zu Thüringen. Dafür wurden die thüringischen Ortschaften Neuseesen und Werleshausen zur amerikanischen Besatzungszone umgegliedert.

Am 20. Juli 1993 beschloss die Landesregierung von Thüringen in Erfurt, dem Antrag von Asbach, Sickenberg, Vatterode, Weidenbach und Hennigerode auf Umgliederung zum Bundesland Hessen nicht zu entsprechen. Auch ein Gespräch einer Delegation aus Vertretern der fünf Gemeinden im Thüringischen Innenministerium führte zu keinem Ergebnis. Die fünf Orte wurden am 1. Juli 1994 in den neu geschaffenen Landkreis Eichsfeld eingegliedert. Da die Grenze zum Bundesland Hessen heute kein Hindernis mehr darstellt, spielt das nahe gelegene Bad Sooden-Allendorf im Alltag eine wesentlich größere Rolle als die erheblich schlechter erreichbare Kreisstadt Bad Heiligenstand.

[Quelle: Wikipedia Die freie Enzyklopädie und Blätter zur Landeskunde „Das Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945" Herausgeber: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen  (Mai 2006)]

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