Bahnhof-Großburschla

Der Bahnhof Großburschla ist eine der Stationen der ehemaligen Werratalbahn von Schwebda (Hessen) nach Wartha / Werra (Thüringen). Sie wurde in zwei Teilstrecken in Betrieb genommen, die Teilstrecke Schwebda – Treffurt (Thüringen) am 1. Mai 1902 und die Teilstrecke Treffurt – Wartha am 15. Oktober 1907. Die Strecke hatte eine Gesamtlänge von 45,90 km. Die Entfernung von Schwebda bis Grenze zur ehemaligen DDR (1945 bis 1990) betrug 14,680 km.

Die Werratalbahn besteht heute nicht mehr. Teilstrecken wurden zu verschiedenen Zeiten stillgelegt, zuletzt 1996 der Güterverkehr auf der Teilstrecke Schwebda – Großburschla. Das mag damit zusammenhängen, dass zum und vom Bahnhof Großburschla Holz- und Holzprodukte transportiert worden sind (Sägewerk).

Das Bahnhofsgebäude Großburschla liegt in Hessen; im Bereich des Güterbahnhofs gehörten einige Gleisabschnitte zu Thüringen. Nach einer späteren Grenzbereinigung war das gesamte Bahnhofsgebiet dann hessisch. Kurios ist, dass der hessische Bahnhof Großburschla etwa 1 km vom thüringischen Dorf Großburschla entfernt ist. Zwischen Bahnhof und Dorf fließt die Werra, die aber nicht – wie in anderen Bereichen – die Grenze zwischen Hessen und Thüringen bildet. Vielmehr liegt zwischen Werra und Bahnhof Großburschla noch ein breiter Landstreifen, der zu Thüringen gehört.

Einige Bilder sollen dieses zeigen. Der Gedenkstein steht auf der Grenze; dieses Bild zeigt auch den sog. Grenzweg. Das Gasthaus zum Werratal steht am Grenzweg. Das Ortsschild steht am Ortsende. Ein Bild stellt eine große Wiese dar, die zu Thüringen gehört.

Bahnhof-Großburschla besteht aus Bahnhofsgebäude mit Bahnhofsgelände, einigen Häusern, Sägewerk. Das Gasthaus zum Werratal war zu der DDR-Zeit von Besuchern der Grenzsperranlagen stark frequentiert. Politisch gehört Bahnhof-Großburschla  zu Heldra.

[Quelle: Schruft Reiner, Vergessene Bahnen; Krummel Günter, Eigene Kenntnisse  (Mai 2006)]

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