Burg Hanstein

Die erste, etwas ungenaue Erwähnung der Burg Hanstein datiert aus dem 9. Jahrhundert. Sicher ist, dass sie 1170 dem Herzog von Bayern gehörte und durch Erbschaft in kaiserlichen Besitz gelangte. Bereits 1209 schenkte Otto IV. sie dem Mainzer Erzbischof. Später erhielten die Herren von Hanstein die Burg als Lehen und erweiterten sie. Da seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr bewohnt, wurden an der Anlage in der Folgezeit nur selten Erhaltungs- und Umbaumaßnahmen durchgeführt. Heute gibt es nur wenige nutzbare Räume. Im sog. Rittersaal finden gelegentlich Konzerte statt.

Zur Burg Hanstein über die B 27 im Werratal, die bei Werleshausen verlassen wird. Dieser Ort, der früher zu Thüringen und jetzt zu Hessen gehört, wird in Richtung Neuseesen durchfahren. Am Abzweig Richtung Bornhagen weisen ein Stein mit der Aufschrift „½  St nach Bornhagen“ und ein Ständer mit der Aufschrift „Burg Hanstein“ den Weg. Man fährt unter der Eisenbahnstrecke hindurch, die früher durch Thüringen führte, aber jetzt durch Tausch (Wanfrieder Abkommen) ganz in hessischem Gebiet liegt. Bald ist von weitem die Burg Hanstein zu sehen. Sie ist nicht mehr vollständig erhalten, wirkt aber trotzdem beeindruckend auf den Beschauer. Von der hessisch-thüringischen Landesgrenze aus scheint die Burg zwar zum Greifen nahe, war aber ehemals nicht erreichbar. Denn die Grenze der DDR, die unterhalb der Burg verlief, verhinderte die Weiterfahrt. Ab hier war die Straße zum Ort Bornhagen und weiter zur Burg Hanstein gesperrt.

Am 19. Januar 1990 öffnete sich die Grenze. Ein Gedenkstein weist auf diesen Tag hin.

Die Burg Hanstein steht oberhalb von Bornhagen, einem Dorf im westlichen Zipfel des Thüringer Eichsfeldes, unmittelbar an der Landesgrenze zu Hessen. Der Blick von der Burg Hanstein reicht weit ins Eichsfeld, in das benachbarte hessische Bergland und zur Burg Ludwigstein. Von der Burg Hanstein führt ein Wanderweg zur Teufelskanzel, einem weiteren schönen Aussichtspunkt. Parkplatz in 300 m Entfernung.

[Quelle: Im Internet über Burg Hanstein; Krummel Günter, eigene Erinnerungen  (Januar 2008)]

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