Grenzkontrollstelle Herleshausen

Unmittelbar nach dem Kriege haben Amerikaner und Russen Herleshausen zum einzigen Grenzübergang(GÜG) in Hessen bestimmt. Mit dem Bau der Abfertigungshallen wurde unmittelbar nach Kriegsende begonnen. Die Zollverwaltung übernimmt am 01.11.1949 den GÜG. Ab 1952 ist Herleshausen GÜG mit Landstraßenverkehr zur DDR.

Das fast l000jährige Dorf Herleshausen, das im eigentlichen "Herzen Deutschlands" liegt, geriet nach dem Krieg nur zweimal in die Schlagzeilen: 20 000 deutsche Kriegsgefangene verließen hier Mitte der fünfziger Jahre die Transportzüge aus Russland und zogen über die Landstraße ins Lager Friedland. Das zweite Ereignis war dagegen nur eine Fußnote der Zeitgeschichte. An diesem Grenzübergang wurde im Jahr 1981 Kanzleramtsspion Günter Guillaume ausgetauscht.

1960 übernimmt der Bundesgrenzschutz (BGS) in Herleshausen die grenzpolizeilichen Aufgaben. Eine  Grenzschutzstelle wurde eingerichtet (GSSt).

Am 22.09.1963 wurde der Eisenbahnverkehr zwischen Wartha/DDR und Herleshausen eingestellt, nachdem die ab 1960 im Bau befindliche Bahnstrecke auf DDR-Gebiet zwischen Gerstungen – Förtha – Eisenach fertig gestellt worden ist.

Die Grenzkontrollstelle Herleshausen wird 1973 mit umfassenden Zollamtsbefugnissen beauftragt. Folge: Starker Anstieg des Auslandsverkehrs. Und hohes LKW-Aufkommen über Herleshausen (1972 = 58.451, 1988 = 302.150).

Nach dem Kriege 1945 bestand  für den motorisierten Grenzverkehr bis 1981 ein Provisorium über das örtliche Straßennetz. Zur Beseitigung dieses Missstandes wurde daher von 1978 bis 1981 auf Bundes-gebiet ein neues Autobahnteilstück mit einer neuen Grenzübergangsstelle (Herleshausen) fertig gestellt.

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