Grenzübergangsstelle Wartha

Grenzübergangsstelle Wartha/DDR (Straße und Bahn)

Unmittelbar nach dem Kriege haben Amerikaner und Russen Herleshausen und den Bahnhof Wartha/DDR zum einzigen Grenzübergang zwischen Hessen und Thüringen bestimmt. Wartha war von 1946 bis 1963 Grenzübergangsstelle für den Bahnverkehr für Personen, für den Güterverkehr bis 1978. Ab 1952 war Wartha Grenzübergangstelle mit Landstraßenverkehr zu Hessen. Es war ein Provisorium für den motori-sierten Grenzverkehr. Die alte Interzonenstraße führte von Herleshausen über Wartha – Hörschel nach Eisenach. Ab 1973 verlief der „Kleine Grenzverkehr“ auch über Wartha. 1988 nutzen fast 85.00 Personen aus Hessen diese Möglichkeit.

Der Vertrag über Verkehrsverbesserungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR (1980) führte:

-       -  zum Bau eines 7,8 km langen Autobahnteilstückes  zwischen der Anschlussstelle Eisenach/West und der
    innerdeutschen Grenze,

-   zum Neubau der GÜSt Wartha/DDR und

-   zum Neubau einer Großbrücke (800 m lang und bis zu 90 m hoch) über das Werratal auf DDR-Gebiet.

Am 15.12.1984 nahm die neue GÜST Wartha/DDR ihren Betrieb auf. Wartezeiten beim Grenzübertritt werden erheblich verkürzt. Gleichzeitig wurde die alte Interzonenstraße gesperrt.

Im März 1985 wurde die alte Grenzübergangsstelle am Bahnhof Wartha demontiert.

[Quelle: H. K. Gliem (März 2009)]

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