Herleshausen

Am Fuße des Thüringer Waldes liegt das Dorf Herleshausen idyllisch im Werratal (200 m über NN). Herleshausen hat eine Fläche von 59,5 qkm mit 3.150 Einwohnern. Das Dorf ist in seiner historischen Struktur und Bausubstanz (Bauernhöfe, Fachwerk) vollständig erhalten und steht unter Denkmalschutz.  Zur Gemeinde Herleshausen gehören weitere 10 Dörfer, verstreut in Seitentälern und auf dem Plateau des Ringgaus (400 m über NN).

Herleshausen ist weltbekannt als ehemaliger hessischer Grenzübergang zur früheren DDR. Aber nur wenige Transitreisende kamen seinerseits auf dem Wege nach Westberlin hierher. Auch heute wissen nur wenige, dass hier mitten in Deutschland eine romantische Landschaft zu entdecken ist.

Bei Herleshausen bildet die Werra die Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Außer Herleshausen und Wommen gehören hier alle Dörfer an der Werra zu Thüringen. Noch vor wenigen Jahren lagen sie im Sperrgebiet der DDR-Grenzanlagen und waren für Auswärtige nicht zugänglich. Von Herleshausen führt die Straße, die von im Jahr 1884 angepflanzten Linden begleitet wird, nach Lauchröden (Thüringen) bis zur Werrabrücke, die am Ende des letzten Krieges gesprengt wurde. Vom hessischen Brückenkopf blieb nur der Blick auf die „Brandenburg“ und die Stümpfe der Brückenpfeiler – bis zum 23. Dezember 1989. Seitdem führt wieder eine Fußgängerbrücke hinüber nach Lauchröden.

Herleshausen gehört politisch zur Kreisstadt Eschwege, näher ist  es nach Eisenach, wohin man vor dem Krieg fuhr (Arbeit, Markt, Einkaufen, Ausgehen). Man erreicht Eisenach in 15 Minuten mit Auto oder Bahn.

Im Ort ist ein Friedhof für 1.539 sowjetische Kriegsgefangene. Sie starben hier als Tbc-Kranke von 1942 bis zur Befreiung der Kriegsgefangenen am 2. April 1945 durch die amerikanischen Streitkräfte.

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