Lauchröden

Lauchröden liegt am Fuße der Burgruine d. Brandenburg auf dem rechtsseitigen Terrassenufer der Werra. Die älteste erhaltene Urkunde stammt vom 5. Juli 1144. Graf Wigger, Burggraf auf der Wartburg, zugleich Graf auf der Brandenburg, ließ in Lauchröden die Kapelle des Heiligen Martin erbauen und war deren Vogt. Aber vermutlich ist der Ort noch älter. Die Entwicklung des Ortes wurde über Jahrhunderte von den Herren der Brandenburg geprägt. Bereits im Mittelalter lebten in Lauchröden etwa 600 Einwohner. Der Ort wuchs kontinuierlich an. Um den historischen Ortskern mit Kirche, Pfarrhaus, Schule, Forsthaus, Gutshöfen und Gasthaus wurden in mehreren Etappen die heutigen Wohnbereiche gebaut. Lauchröden hat eine Fläche von 902 Hektar mit 1.027 Einwohnern (am 01.06.2005).

Mit zunehmender Entwicklung der Technik gewann die Industrie Eisenachs Einfluss auf das Arbeitsleben in Lauchröden. Die meisten Lauchröder arbeiteten in der nahe gelegenen Stadt und betrieben im  Nebenerwerb Landwirtschaft. Besonders der Fremdenverkehr hatte zwischen den beiden Weltkriegen wirtschaftliche Bedeutung für Lauchröden. Vorwiegend „Sommerfrischler“ aus Berlin und Hamburg nahmen die seinerzeit bestehenden 6 Pensionen in Anspruch. Nach 1945 behinderte die Lage im Grenzgebiet die Gemeindeentwicklung. Auch nach Herstellung der Einheit Deutschlands waren die Mängel der Infrastruktur nicht rasch genug zu beseitigen, so dass die Gewerbeentwicklung im Bereich der BAB A 4 ab 1990 Lauchröden nicht erfasste. Die Mehrzahl der Besucher des mittleren Werratals aus West oder Ost werden bei Benutzung der BAB A 4 die Anschlussstelle Herleshausen benutzen. Nach Passieren des „Thüringer Zipfels“ aus Westen oder der „Thüringer Pforte“ aus Osten zieht das helle Kalksteingemäuer der Brandenburg die Blicke auf sich.

[Quelle: Homepage der Gemeinde Gerstungen - hier: Lauchröden -  (Februar 2006)]

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