Burg Ludwigstein

Hoch über der Werra, auf einem Bergkegel, liegt Burg Ludwigstein. 1415 im  Auftrag des jungen Landgrafen

Landgrafen Ludwig I. (1405-1458) errichtet. Ihr Bau reihte sich in die Planung und Erstellung zweier weiterer Burgen ein: Ludwigsaue an der Fulda und Ludwigseck am Knüllgebirge. Die drei Burgen festigten die damals umstrittenen Grenzen an strategisch wichtigen Punkten Hessens. Im Falle des Ludwigsteins war es das kurmainzische Eichsfeld mit der Grenzburg Hanstein, der wir es zu verdanken haben, dass die Burg an dieser Stelle als Amtssitz und Mittelpunkt der hessischen Verwaltung und Gerichtsbarkeit gebaut wurde. Ihre rasche Fertigstellung nährte die Sage, dass die Burg mit Hilfe des Teufels innerhalb einer Nacht errichtet worden sei.

1664 wurde das Amt Ludwigstein mit dem Schultheißenamt Witzenhausen vereinigt; die Burg verlor damit ihre Eigenschaft als Sitz von Verwaltung und Gericht und als Residenz eines landesherrlichen Amtmannes. Landwirtschaftliche Pächter mit ihren Familien und ihrem Gesinde bewohnten nun den Ludwigstein, bis auch sie den Berg verlassen und um 1830 den Sitz der nunmehrigen Domänenverwaltung in ein bequemeres Haus in Wendershausen verlegt wurde. Die bis in die neueste Zeit unzerstörte Burg wurde ihrer früheren Aufgaben entkleidet, aufgelassen und dem Verfall preisgegeben.

Startseite