Lüderbach

Der Eiserne Vorhang  Das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze             (Interessanter Bericht)

Bereits vor Kriegsende wurde in dem Zonenabkommen von London am 12. September und 14. November 1944 von Vertretern Großbritanniens, der USA und der UdSSR die Teilung Deutschlands entsprechend den innerdeutschen Verwaltungsgrenzen (z. B. Thüringen/Kurhessen) festgelegt.

Nach Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 wurde in den folgenden Wochen und Monaten die Teilung vollzogen. Deutschland wurde in vier Zonen aufgeteilt. Die Ostzone (spätere DDR) fiel fortan unter die Verwaltung der UdSSR; die Westzone (spätere Bundesrepublik Deutschland) wurde von Amerikanern, Engländern und Franzosen verwaltet.

Schon bald machten sich ganz deutliche Gegensätze zwischen den westlichen Alliierten auf der einen Seite und der UdSSR auf der anderen Seite bemerkbar. Die Politik der UdSSR war klar erkennbar auf eine Ausdehnung des sowjetischen Machtbereiches nach Mitteleuropa aus. Der erste, der diese Gefahr erkannte, war Winston Churchill. Er beschrieb im Frühjahr 1946, wie die UdSSR zwischen Stettin und Triest einen "eisernen Vorhang über den Kontinent niedergelassen" habe.

Die Zonengrenze war insgesamt 1.393 km lang (davon waren 269 km östliche Landesgrenze von Hessen). Sie zerschnitt 32 Eisenbahnlinien, 3 Autobahnen, 31 Bundesstraßen, 140 Landstraßen sowie Tausende von öffentlichen Gemeindewegen. Neben Verkehrsverbindungen und Versorgungsleitungen aller Art zertrennte sie eine Vielzahl von in Generationen gewachsenen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen und unzählige familiäre und persönliche Bindungen.

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