Grenzlandmuseum Eichsfeld

Im ehemaligen Zollverwaltungsgebäude des Grenzüberganges Duderstadt/Worbis befindet sich seit 1995 die Ausstellung zur Deutschen Teilung des Grenzlandmuseums Eichsfeld e.V. Zu dem Ensemble des Grenzlandmuseums gehören neben dem Zollverwaltungsgebäude der Mühlenturm, das Gebäude der Zollabfertigung, die Garage der Zollkontrolle, der 4,5 km lange Grenzlandweg und die Bildungsstätte am Grenzlandmuseum mit einem breiten Angebot von Bildungsveranstaltungen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Region Eichsfeld, deren Bewohner besonders unter den Folgen der Grenzziehung und Teilung zu leiden hatten. Der umfassende Rundgang durch das Museum dokumentiert die Entwicklung der Grenzsperranlagen vom ersten Grenzzaun in den Nachkriegsjahren über den Mauerbau am 13. August 1961 bis hin zur nahezu perfekten Abschottung in den 80er Jahren. Die Grenzöffnung im Herbst 1989 und die darauf folgende Entwicklung zur deutschen Einheit im Oktober 1990 bilden den Abschluss der Ausstellung im Zollverwaltungsgebäude. Weitere Ausstellungsteile beschäftigen sich mit dem Leben im Sperrgebiet, dem Alltag in der DDR und den Folgen der deutsch-deutschen Teilung. Darüber hinaus hat sich hier ein einmaliger Naturraum mit selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten entlang der ehemaligen Grenze entwickelt. In Kooperation mit der Heinz-Sielmann-Stiftung entstand zunächst ein 8 km langes Grenzstreifenrefugium, aus dem sich das Naturschutzgroßprojekt „Grünes Band“ mit 130 km Länge entwickelt hat.                  Im Grenzlandmuseum Eichsfeld e. V. bereichern regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen das Besucherangebot. Zusammen mit der Bildungsstätte am Grenzlandmuseum werden Vorträge, Lesungen, Seminare und Projekttage zur deutsch-deutschen Geschichte für Schulklassen und andere Gruppen mit einer umfangreichen Themenpalette konzipiert. Die audio-visuelle Innen- und Außenführung in Deutsch und Englisch vertieft die verschiedenen Bereiche der Ausstellung.                                                                  [Quelle: Grenzlandmuseum Eichsfeld  (November 2007)]

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