Grenzdenkmal Hötensleben

Geschichte der Grenze in Hötensleben

Hauptaufgabe der DDR-Sperranlagen an der innerdeutschen Grenze war die Vereitelung von Fluchtversuchen der eigenen Bevölkerung. Das unterscheidet sie von allen Grenzbefestigungen wie Limes, Chinesische Mauer, den Grenzen USA - Mexiko und Israel - Palästina, die bei allen damit verbundenen Problemen der Gefahrenabwehr von außen dienen.

Zum Grenzsperrsystem der DDR gehörten:

1. Transport- u. Volkspolizei, die Fluchtwillige weit im Hinterland, z. B. in Bahnhöfen festnahmen.

2. Der etwa 5 km breite, streng kontrollierte Streifen des Sperrgebietes mit seinen für die Bewohner eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten.

3. Der zwischen dem Sperrgebiet und der Grenze liegende 250 m bis etwa 1500 m breite Schutzstreifen. Hier durfte es keine Siedlungen und Betriebe geben und hier sollten die Grenztruppen Republikflüchtige stellen. Er war freundseitig mit dem Grenzsicherungs- und Signalzaun und feindseitig mit dem Grenzzaun abgesperrt (im Ortsbereich Grenzmauer). Mit Hilfe der freundseitig an den beiden Zäunen befindlichen Spurensicherungsstreifen sollte festgestellt werden, wo sich der Flüchtende befand. Bei Alarmauslösung aktivierte der Führungsoffizier im Führungsturm die Alarmgruppe. Diese hatte sich dort, wo der Flüchtende zu erwarten war, in Doppelposten auf dem Kolonnenweg aufzustellen und ihn dann auf dem Sicht- und Schussfeld vorläufig festzunehmen oder zu vernichten.

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