Gedenkstätte Grenzmuseum "Schifflersgrund"

Gedenkstätte Grenzmuseum „Schifflersgrund" bei Bad Sooden-Allendorf

Das dienstälteste Museum an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist seit dem 03. Oktober 1991 ein Besuchermagnet für Menschen, die sich für die Nachkriegsgeschichte unseres Landes interessieren. Dem Trägerverein ist es gelungen, ehemalige Grenzsicherungsanlagen der DDR im Originalzustand zu erhalten. Der 3,20 m hohe Streckmetallzaun, Spurensicherungsstreifen, Plattenweg und Relikte einer Kraftfahrzeug-sperrvorrichtung vermitteln einen Eindruck über eine Grenze, die gegen das eigene Volk gerichtet war. Die Ausstellungsgebäude wurden im Laufe der Jahre um den 1982 errichteten Beobachtungsturm der DDR-Grenztruppen gebaut. In verschiedenen Darstellungsformen kann der Besucher den Ausbau der innerdeut-schen Grenze von der Demarkationslinie zur Zonengrenze und zum Eisernen Vorhang nacherleben.

Wichtige regionale Ereignisse runden die Dauerausstellung ab: Das Wanfrieder Abkommen zwischen den Amerikanern und Sowjets vom 17. September 1945 führte zu einem Gebietsaustausch mit gravierenden Folgen. Wir erinnern an den Arbeiter Heinz-Josef Große, der 1982 bei einem Fluchtversuch erschossen wurde. Er war einer von über tausend Toten an der Grenze in Deutschland. Wir machen darauf aufmerksam, dass im August 1989 durch Schüsse über die Werra auf den Ort Wahlhausen die Aufmerksamkeit der Menschen von den wirklichen Vorgängen in der DDR ablenken sollte.

In einem großen Freigelände zeigen das Museum Militärtechnik aus Ost und West: Hubschrauber, Jeeps, Panzer, Motorräder u.s.w.. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich per I-Guides durch das Museum führen zu lassen, eine DVD zur Einführung zu betrachten oder nach Voranmeldung als Gruppe von einem Museumsmitarbeiter begleitet zu werden.

Adresse: Grenzmuseum "Schifflersgrund",  Platz der Wiedervereinigung 1,  37318 Asbach-Sickenberg

Telefon: 03 60 87 / 9 84 09   E-Mail: info@grenzmuseum.de   Internet: www.grenzmuseum.de

Startseite