Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945

Die Aufteilung von Deutschland  nach dem 2. Weltkrieg in Besatzungszonen war bereits im „Londoner Pro-

tokoll über die Besatzungszonen in Deutschland und die Verwaltung von „Groß-Berlin“ vom 12. September 1944 festgelegt. Es wurde verfügt: „Deutschland wird innerhalb seiner Grenzen vom 31. Dezember 1937 für Besatzungszwecke in drei Zonen aufgeteilt, von denen jeweils eine jedem der drei Mächte zugewiesen wird, und in ein besonderes Gebiet von Berlin, das der gemeinsamen Besetzung durch die drei Mächte unterworfen ist". Auf der Krimkonferenz wurde eine französische Besatzungszone vereinbart, wozu man Gebiete aus den westlichen Besatzungszonen zur Verfügung stellte. Die Demarkationslinie zwischen den westlichen Alliierten und der Sowjetunion stand somit schon vor Kriegsende fest.

Die amerikanischen Truppen räumten vertragsgemäß Anfang Juli 1945 die von ihr besetzten Gebiete Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Berlin wurde in vier Besatzungssektoren aufgeteilt und zunächst gemeinsam verwaltet.

Bei der Aufteilung Deutschlands in Ost und West wurden im wesentlichen Landes- und Provinzialgrenzen des ehemaligen Deutschen Reiches als Grundlage genommen. Fragen nach einer über Jahrhunderte hinweg gewachsenen Infrastruktur fanden keine Berücksichtigung. So wurden nicht nur Flüsse, sondern auch Straßen, Brücken, Gebäude – ja sogar ganze Ortschaften (z. B. Böckwitz – Zicherie, Mödlareuth) – durch die Demarkationslinie getrennt.

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