Grenzmuseum Sorge/Ostharz

Sorge, ein kleines Harzdörfchen nahe Benneckenstein und Tanne ist ein ehemaliges Hüttendorf. Hier stand eine der ältesten Eisenhütten des Harzes, die 1945 stillgelegt wurde. Das älteste noch erhaltene Gebäude ist die ehemalige Faktorei aus dem Jahre 1770. Sorge ist ein etwas verträumtes Dörfchen, lag es doch 40 Jahre im absoluten Sperrgebiet der DDR.

In der Dorfmitte die Haltestelle der Harzquerbahn. In dem kleinen Bahnhof möchte man ein Grenzmuseum etablieren, die Vorbereitungen sind Anfang des Jahres 2008 angelaufen. Ein Außenmuseum existiert schon, mit Original Grenzzaun und Betonwachturm in Ortsnähe. Mit der Verwirklichung des Museums erhoffen sich die etwa 200 Bewohner von Sorge einen Aufschwung der Besucherzahlen und somit eine Belebung auch der örtlichen Gastronomie. 

Der amtierenden Bürgermeisterin Inge Winkel stehen interessierte Bürger zur Seite, darüber hinaus Behörden. Diese wiederum haben Mitarbeiter der  Institution „ZUKUNFT HARZ“ zur Realisierung des Projektes „GRENZMUSEUM SORGE“ abgestellt, führend sind Herr Willm (Blankenburg) und  Frau Meike Eckholt (Wernigerode).  Als kompetente Zeitzeugen stehen der Verwirklichung zur Seite: der ehemalige Chef der Grenzkompanie Sorge, Frank Lorenz, und von der anderen „Feldpostnummer“ der ehemalige Zollgrenzbeamte Rudolf Zietz. Letzterer verfügt über einmalige DDR-Exponate: Uniformen, Bildmaterial über Hinweistafeln, Ausrüstungsgegenstände, DDR-Dienstanweisungen, Waffen (Kalaschnikow) u. a.

Rudolf Zietz beabsichtigt, seine gesamte Sammlung dem Grenzmuseum Sorge auf unbegrenzte Zeit zur Verfügung zu stellen.

Am 3. Juli 2008 fanden sich genannte Personen zum intensiven Gedankenaustausch am ehemaligen Grenzverlauf zusammen; es war ein konstruktives Treffen, das den Weg zur Verwirklichung ein Stück weiter geebnet hat.

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