Hof/Saale

„Hof in Bayern ganz oben“ sagen die Hofer gerne über ihre Stadt. Sie meinen es ernst, aber ebenso scherzhaft und freuen sich, wenn andere darüber schmunzeln. Ob man Hof auf der Landkarte sucht, die topografische Höhe meint oder auch im übertragenen Sinn - immer kommt man zum gleichen Ergebnis: Es stimmt einfach.

Die frühe Siedlungsgeschichte des Regnitzlandes, der Landschaft um die Stadt Hof, ist unerforscht.

Die heutige Hofer Altstadt entstand aus der Siedlung „Regnizi“ im Umgriff der mutmaßlich 1080 erbauten St. Lorenzkirche. Unweit dieser alten Ortschaft gründete um 1230 Otto I. Graf von Andechs und Herzog von Meranien die Neustadt, die heute den Namen Hof führt. Nach 1248 wurden die Vögte von Weida mit dem Territorium belehnt. An diese Zeit erinnern der Landschaftsname Vogtland und der weidaische Löwe im Stadtwappen. Die Weidaer erbauten das Schloß und die Stadtbefestigung. 1299 brannten Neustadt und Altstadt völlig nieder.

1373 erwarb Friedrich V. Burggraf von Nürnberg das Regnitzland mit der Stadt Hof.

Sie gehörte somit zunächst zur Burggrafschaft Nürnberg, später zum Fürstentum Brandenburg-Bayreuth und schließlich zum Königreich Preußen.

Über 400 Jahre herrschten die Hohenzollern über das Regnitzland und die Stadt Hof.

In diese Zeit fielen u. a.

- der Hussiteneinfall (1430)                                                 - der Bau eines Wartturmes (1498)

- die Reformation (1529)                                                     - eine 7-wöchige Belagerung (1553)

- die Schreckensjahre des Dreißigjährigen Krieges        sowie eine Reihe von Stadtbränden.

Im Frieden von Tilsit fiel das Fürstentum Bayreuth mit der Stadt Hof an Frankreich. 1810 kam die Provinz an das Königreich Bayern.

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