Grenzübergang Rudolphstein-Autobahn

Immer mehr zeigte sich, dass der Verkehr über den Übergang Töpen auf Dauer nicht mehr zu bewältigen war. So wurden von der Treuhandstelle für den Interzonenverkehr der Bundesrepublik Deutschland und entsprechenden Behörden der DDR intensive Verhandlungen geführt mit dem Ziele, die in den letzten Kriegstagen 1945 noch von deutschen Truppen gesprengte Autobahnbrücke über die Saale bei der Ortschaft Rudolphstadt wieder aufzubauen. Tatsächlich konnte nach langwierigen Verhandlungen das Vorhaben durchgeführt werden und von 1964 - 1966 bauten Arbeiter der DDR unter Verwendung von mitgebrachten Materialien die Brücke auf. Dabei betraten sie teilweise bundesdeutsches Gebiet, das wie vereinbart durch einen 2,30 m hohen Bretterzaun für die Dauer der notwendigen Arbeiten abgetrennt worden war. Zusätzlich bestanden die DDR -Behörden auch darauf, und es wurde akzeptiert, dass in einer Entfernung von etwa 100 m um den Bretterzaun noch ein roter Draht gespannt wurde, der nur von zuständigen Personen (Polizei, Zoll, Bundesgrenzschutz und Autobahnverwaltung) überstiegen werden durfte. Die Gesamtkosten des Brückenaufbaus betrugen 5,5 Millionen Deutsche Mark und wurden voll von der Bundesrepublik Deutschland getragen.

Am 19. Dezember 1966 wurde der Übergang Töpen/Straße geschlossen und nach Rudolphstein verlegt und zwar unter der Bezeichnung "Grenzübergang Rudolphstein/Autobahn".

Damit war wieder eine durchgehende Verbindung von München nach Berlin und von dieser Autobahn abzweigend in die DDR gegeben. Hinfort waren die gleichen Entfernungen von München nach Rudolphstein und von Berlin nach Rudolphstein zurückzulegen, jeweils 300 km. Während der Ort Töpen durch die Schließung des Überganges wieder in seine ursprüngliche Ruhe zurückfiel, nahm die Gemeinde Rudolphstein einen enormen Aufschwung.  Neben dem ersten  bundesdeutschen Brückenrasthaus entstand

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