Grenzübergang Töpen

Nach Schließung des Überganges Trogau/Autobahn am 25.9.1951 wurde am 1.10.1951 an der Bundesstraße 2 bei Töpen zwischen den Autobahnen München - Berlin und München - Dresden der Grenzübergang mit der Bezeichnung "Grenzübergang Töpen/Straße" in Betrieb genommen. Die Bayer. Grenzpolizei bezog gemeinsam mit dem Zoll die von der Bundesfinanzverwaltung errichteten Holzbaracken und die grenzpolizeiliche Bürobaracke. Obwohl durch die Holzbauweise nur als Provisorium gedacht, ähnelte dieser neue Übergang bereits einem d. sonstigen an Staatsgrenzen aufgebauten Grenzübergänge. Auch die Abfertigung selbst wurde mehr und mehr perfektioniert; einmal durch die Abgabe von Aufgaben und Rechten durch die Amerikaner an Bayer. Grenzpolizei und Zoll und weiter auch durch die intensivere Ausbildung der Beamten selbst.

Während bis zum Jahre 1953 insbesondere die Mil.Reg.Gesetze Nr. 53 für den Warenverkehr und 161 für den Personenverkehr maßgebend waren, traten mit Abschluss der mit den Amerikanern geschlossenen Verträge deutsche Gesetze an deren Stelle. Hier ist anzuführen, dass mit Zunahme des Reiseverkehrs und der damit verbundenen Mehrarbeit die Bearbeitung von Flüchtlingen, Umsiedlern, Rückkehrern, Abgeschobenen oder auch der kriminell in Erscheinung getretenen Personen, dieses zur abschließenden Bearbeitung an die Grenzpolizeistation Töpen/Ort übergeben wurde.

Die Entwicklung des Reiseverkehrs selbst zeigte eine ständig steigende Tendenz. Während für 1951 insgesamt 166 550 Personen und 20 086 Kraftfahrzeuge gezählt wurden, stieg diese Zahl bis zum Jahr 1961 auf 1 755 550 Personen und 382 750 Kraftfahrzeuge und erreichte 1966, dem letzten Jahr des Bestehens des Übergangs Töpen/Straße, die Höhe von 2 442 344 Personen und 600 174 Kraftfahrzeuge.

Maßgebend für die Zunahme des Reiseverkehrs war einmal die enorme Entwicklung des Berlin - Verkehrs mit Pkw und Lkw, wie auch die Intensivierung des  Interzonenhandels  mit der DDR, deren Waren  meist mit

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