Vermischtes

Eine kleine Chronik

Bis zum 23. Dezember 1989 war es für Bürger der Bundesrepublik Deutschland nur möglich, mit einem Mehrfachberechtigungsschein im halben Jahr neun Aufenthalte im grenznahen Bereich in der DDR vorzunehmen. An der Grenzkontrollstelle wurde ein Visum ausgestellt, und der Zwangsumtausch von 25 DM zum Kurs von 1 : 1 war vorzunehmen.

Neben dem Visum war bis zum 23. Dezember 1989 noch eine Zählkarte auszufüllen, die Auskunft über den Reisenden, seinen Zielort und den Grund seiner Reise geben musste. Dabei wurde bei der Einreise, wie auch bei der Ausreise, die jeweilige Hälfte der Doppelkarte einbehalten.

Seit dem 24. Dezember 1989, an dem die Reiseerleichterungen für alle Bundesbürger eingetreten waren, wurde lediglich eine Zählkarte verwandt. Auf der Zählkarte wurde mittels Stempel vermerkt, wann die DDR betreten und wieder verlassen worden war.

Aufgrund von Protesten aus der Bundesrepublik Deutschland, dass durch diese Zählkarte weiterhin eine Kontrolle der Bundesbürger durch Organe der DDR-Sicherheitskräfte möglich ist, wurde am 23. Januar 1990 zwischen beiden Regierungen vereinbart, ganz auf diese Zählkarte zu verzichten.

Seit 24. Januar 1990 war es nun für Bundesbürger möglich, lediglich unter Vorzeigen des Reisepasses in die DDR einzureisen. An der Grenzkontrollstelle wurde lediglich ein Stempel in den Reisepass eingedruckt.

Hier in "Vermischtes" sind auch Vorlagen abgebildet, die der Autor an verschiedenen Stellen erhalten hat.

[Quelle: "Das Werraland", 42. Jahrgang, März 1990, Herausgeber: Hauptleitung Werratalverein, Eschwege]

Startseite